Sossusvlei

Die Magie der vermeintlichen Leere

Mit den höchsten Dünen der Welt präsentiert sich das Sossusvlei als imposante Wüstenlandschaft. Eine Besonderheit stellt die Verschmelzung von roten Dünen und weißen Salzpfannen dar. Inmitten des größten Nationalparks Afrikas – dem Namib-Naukluft – erstreckt sich im südwestlichen Teil von Namibia diese endlos wirkende Dünenlandschaft. Trotz der Wortbedeutung von Namib, die mit „Ort, an dem nichts ist“ beschrieben werden kann, gilt das Sossusvlei als ganz klarer Anziehungspunkt. Umgeben von einer faszinierenden Schönheit und magischer Atmosphäre erwartet Sie in dieser Gegend ein unvergessliches Abenteuer.

Geschrieben von: Dana Leidel Zuletzt aktualisiert am: 12. April 2024

Beste Reisezeit


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Das hat das Sossusvlei zu bieten

Neben den Hauptdünen Big Daddy, Dune 45 und Elim zeichnet sich das Sossusvlei durch die Salzpfannen Hidden Vlei, Dead Vlei und Nara Vlei aus. Während sich das Wort Sossus mit „Fluss ohne Wiederkehr“ übersetzen lässt, bedeutet Vlei so viel wie „flacher See“. Wie viele andere Flüsse versickerte der Tsauchab irgendwann im Sand und verwandelte sich in eine Fläche aus Salz und Lehm. Dabei gleicht das durch Risse entstandene Muster fast schon einem Kunstwerk. Etwa alle zehn Jahre sorgen Niederschläge für genügend Wasser, um den See wieder zum Leben zu erwecken. Für wenige Wochen erwacht somit auch die Wüste, indem sie rund um die Wasserstelle von Wasservögeln, Springböcken und Antilopen aufgesucht wird.

Dünenlandschaft

Als eine von weltweit drei Küstenwüsten reicht die Namibwüste im Norden von Angola bis in den Süden nach Namibia hinein. Mit einer Gesamtlänge von 2.000 Kilometern und einer Fläche von 95.000 Quadratkilometern zeugt sie von beeindruckender Größe. Bezeichnend sind die extremen klimatischen Bedingungen: Heiße Temperaturen am Tag, Frost in der Nacht, jahrelange Trockenperioden, regelmäßige Sandstürme und viel Nebel sind charakteristisch für die Namibwüste. Entsprechend hat die Pflanzen- und Tierwelt gelernt, sich anzupassen.

Ob über geführte Wanderungen, bei Jeeptouren oder Quadfahrten – die Landschaft lässt sich auf viele Arten erkunden. Gerade die berühmten roten Sanddünen mit einer Höhe von über 300 Metern sollte man zu Fuß erklimmen. Insbesondere die Dune 45 lässt sich leicht besteigen und verspricht eine tolle Perspektive.

Sobald die Morgenröte des Sonnenaufgangs mit der goldschimmernden Namibwüste zu verschmelzen scheint, ist es Zeit für ein ganz besonderes Erlebnis: eine Fahrt im Heißluftballon. Aus der Vogelperspektive zeigt sich die beeindruckende Weite der Landschaft in ihrer vollen Pracht. Wem es in dieser Höhe unter freiem Himmel zu mulmig wird, der kann sich auch für einen geschützten Flug in einem Helikopter oder Kleinflugzeug entscheiden.

Dead Vlei

Wenn pyramidenartige Dünen die Straße säumen und abgestorbene Kameldornbäume schwungvoll gen Himmel ragen, sind Sie im Dead Vlei angelangt. Hier endete einst der Tsauchab, dessen zerklüfteter weißer Boden ein kontrastreiches Bild zur goldbraunen Wüste und dem azurblauen Himmel bietet. Nachdem sich neue Dünen bildeten, suchte sich der Fluss einen anderen Weg und das heutige Dead Vlei blieb zurück. Via Geländefahrzeug zieht dieses faszinierende Gebiet Tag für Tag neugierige Besucher an.

Sesriem Canyon

Die Schluchten des Sesriem Canyon zeigen Millionen von Jahren altes Gestein, das sich über eine Länge von rund einem Kilometer bis zu dreißig Meter tief in die Erde bohrt. Über einen zum Abstieg führenden Pfad lässt sich diese Naturgewalt hautnah erleben. Bei der Bewunderung der imposanten Felswände kann man sich an der Kühle erfreuen, die von den Schatten spendenden Felsen ausgeht.

Tier- und Pflanzenwelt

Zu den Wasservögeln, Springböcken und Antilopen gesellen sich noch eine ganze Reihe weiterer Tierarten. So finden sich rund um Sossusvlei Käfer, Spinnen, Schlangen, Reptilien wie Geckos und Chamäleons, Wüstenfüchse, Strauße, Leoparden, Hyänen, Bergzebras und Webervögel.

Aufgrund des extremen Klimas hat sich eine robuste Vegetation entwickelt. Die ausschließlich im Sossusvlei vorkommende Pflanze Welwitschie besteht aus einem einzigen Blattpaar, das mehrere Meter lang und bis zu zehn Jahre alt werden kann. Groß und flach ragt sie aus der Erde heraus. Kürbisgewächse wie Nara-Melonen, die den Tieren als Nahrungsmittel dienen, sowie Kameldornbäume, die problemlos Hitze und Frost vertragen, ergänzen die namibische Pflanzenwelt.

Unterkünfte in und um Sossusvlei

Das Sossusvlei bietet diverse Unterbringungsmöglichkeiten. Ob Lodges, Gästefarmen oder Selbstversorgerunterkünfte – eines haben sie alle gemeinsam: die atemberaubende Kulisse der Küstenwüste. Ein besonders pures Feeling entsteht beim Campen. Zahlreiche Campingplätze lassen in dieser Gegend Abenteurerherzen höherschlagen.

andBeyond Sossusvlei Desert Lodge

Luxus mitten in der Wüste – das andBeyond präsentiert auf unvergleichliche Weise, wie das geht. Bereits auf den ersten Blick sticht das extravagante Design hervor. Zehn luxuriöse Suiten mit Loungebereich und eigenem Pool sowie ein modernes, stilvolles und edles Interieur erwarten Sie in dieser exklusiven Unterkunft. Ein Highlight stellen die verglasten Regenduschen mit Blick auf die Wüste dar.

Auf dem Dach verbirgt sich ein kleiner Wüstengarten, von dem aus man via Teleskop den Sternenhimmel bewundern kann. Neben dem Restaurant laden auch Lounges und Bars zu geselligen Stunden und kulinarischen Genüssen ein. Zu guter Letzt rundet ein Spa-Bereich das Angebot der andBeyond Sossusvlei Desert Lodge perfekt ab.

andBeyond Sossusvlei Desert Lodge Namibia Lage am Fuße der Bergkette

Die ideale Reisezeit

Wüstentypisch ist es auch im Sossusvlei das ganze Jahr über weitestgehend trocken und warm bis heiß. Dabei gelten die Monate Dezember bis April mit durchschnittlichen 26,5 Grad als heißeste Monate. Vor allem im Januar und Februar erreichen die Temperaturen oftmals über vierzig Grad. Von Mai bis November ist es mit im Schnitt 21 bis 25 Grad recht angenehm. Lediglich nachts kann es tatsächlich so kalt werden, dass Frost entsteht. Idealerweise eignet sich das Ende der afrikanischen Sommerzeit und der Beginn der Winterzeit (April bis Juni) für eine Reise. Wer im Laufe des Jahres von Regen überrascht wird, kann sich sogar glücklich schätzen: Das nur alle paar Jahre vorkommende Ereignis ist eine Besonderheit, die die Salzpfannen mit Wasser füllt und etwas Grün in die Wüstenlandschaft bringt.

Achtung: Die Öffnungszeiten des Namib-Naukluft-Nationalparks richten sich nach Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Bei der Einfahrt in den Park erhalten Sie tagesaktuelle Informationen über die Schließzeiten.

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